Wir begrüßen unsere neue Abholstation in Hobrechtsfelde! Auf dem Plenum bereits angedeutet, konnten die Pläne in die Tat umgesetzt werden und jetzt bereichern einige Menschen der Wohnungsbaugenossenschaft Bremer Höhe unsere Solawi mit 7,5 Ernteanteilen und perspektivischem Zuwachs.
Aktuelles
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Was Gärtnern wert ist
Eng mit der Frage nach einer gerechteren, zukunftsfähigeren und kreisförmigen Wirtschaft verbunden ist auch die Frage nach der guten Arbeit. In solidarischen Projekten wie unserem bestehen oft besondere Strukturen, in denen sich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverhältnisse überlappen, ehrenamtliches Engagement und Lohnarbeit ineinander übergehen und zum Beispiel Wohnen, Leben und Arbeiten am selben Ort stattfinden. Das bringt sowohl Chancen als auch Hürden mit sich. Die Arbeitsbedingungen in kleineren Genoss*innenschaften, die zudem solidarisch agieren wollen, sind nicht immer so ideal, wie wir gern hätten.
Dabei sollte gute Arbeit – ein Lohn, von dem man (auch mit Familie) sicher leben und eine Altersvorsorge abschließen kann, sowie verlässlich begrenzte Arbeitszeiten – als Grundelement der Solawi begriffen werden. Hier treffen sich stets die Perspektiven von Arbeitnehmerinnen („Wir müssen uns das Leben leisten können“) mit den von Arbeitgeberinnen („Wir müssen uns die Löhne leisten können“).
Aber was sind die konkreten Zahlen? Im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit lässt sich das Gehalt von Gärtner*innen in der Landwirtschaft einsehen. Es liegt im Durchschnitt bei 3.083 Euro im Monat, vollbeschäftigt, mit einer Gender-Paygap von 118 Euro zum Nachteil weiblicher Beschäftigter. In Berlin liegt der Monatsdurchschnitt bei 2.826 Euro.
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Geförderte Beratung
Nach den sehr guten Erfahrungen mit Förderanträgen an das Landwirtschaftsministerum Brandenburg (MLUK), mit denen wir einen Teil des Brunnens finanzieren werden und die Abholstationen besser ausstatten konnten, haben wir im Dezember kurzfristig noch zwei weitere Förderanträge gestellt und erfeulicherweise positive Rückmeldungen bekommen: Wir bekommen Geld für Beratungsleistungen aus dem EU-Projekt GrAinS: Greening Agrifood in Social Economy. it dem Projekt sollen landwirtschaftliche Unternehmen unterstützt werden, um sie nachhaltiger zu gestalten, bis Ende April soll die Beratung abgeschlossen sein. Die Berater*innen kommen von der innova eG, einer Beratungs- Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft für genossenschaftliche Lösungen, und haben Erfahrungen aus Solawi-Betrieben und gemeinschaftsgetragenen Projekten.
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Spörgelhof schreibt schwarze Zahlen
Der Spörgelhof fährt nicht nur auf dem Feld, sondern auch finanziell eine gute Ernte ein. Auf der Mitgliederversammlung der Genossenschaft am 18.11. berichteten Vorstand und Aufsichtsrat, dass nach den erwarteten Anfangsverlusten 2021 und 2022 im Geschäftsjahr 2023 erstmals ein Überschuss von 6.220,59 € verbucht werden konnte. Bereits im Jahr 2025 soll daher mit der Rückzahlung der zinslosen Darlehen begonnen werden, die 2022 aufgenommen wurden, um wichtige Investitionen in Maschinen und Infrastruktur zu finanzieren.
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Soziale Unternehmen: Spörgelhof unter den 15 Besten
Mit dem Preis „Berlins Soziale Unternehmen 2024“ werden Projekte ausgezeichnet, die, so der Ausschreibungstext, „bereits nachweislich positive Wirkung in und um Berlin erzielt haben.“ Wir finden, mit dem Aufbau unseres genossenschaftlich organisierten solidarischen Betriebes stellt der Spörgelhof mit jeder Gemüseernte diese „positive Wirkung“ für Mensch und Natur unter Beweis. Darum haben wir lange Fragebögen ausgefüllt und am Wettbewerb teilgenommen. Jetzt erhielten wir die Antwort: 80 Projekte und Betriebe haben teilgenommen. Wir haben zwar keinen der mit Preisgeld versehenen ersten drei Plätze erreicht, aber wir sind unter den ersten 15. „Es ist eine großartige Leistung, unter die TOP 15 gekommen zu sein – herzlichen Glückwunsch zu dieser beeindruckenden Platzierung! “ so die Initiatoren.