Kategorie: Gemeinschaft & Mitmachen

Die Spörgelhof-Solawi lebt von Menschen, die gemeinsam Verantwortung übernehmen. Hier findest du Berichte über Mitmachtage, Hoffeste, Abholstationen, Umfragen und das Miteinander unserer Gemeinschaft.

  • Über 40 Menschen, ein Feld und ganz viel Miteinander

    Manchmal ist der schönste Beweis für eine lebendige Solawi ganz einfach: ein voller Acker an einem Sonntagtagmorgen. Am vergangenen Wochenende luden wir zum Mitmachtag auf den Spörgelhof – unserer Solawi bei Berlin. Und ihr kamt zahlreich. Mehr als 40 Menschen jäteten, mulchten und arbeiteten Seite an Seite unter Anleitung der Gärtner:innen auf dem Feld. Dafür sagen wir von Herzen: Danke, dass ihr da wart.

    Gemeinsam dreckig machen — genau darum geht es beim Solawi-Mitmachtag bei Berlin

    Beim Mitmachtag auf dem Spörgelhof wird aus Gartenarbeit ein Gemeinschaftserlebnis. Es wurde gegärtnert und nebenbei viel gelacht. Das Wetter spielte mit: Tagsüber blieb es zum Glück trocken. Und weil gute Nachbarschaft am Feldrand nicht aufhört, halfen auch Menschen vom benachbarten Bürgergut Börnicke mit. So wächst neben unserem Gemüse auch das Netz aus Menschen drumherum.

    Das Highlight hatte vier Beine (und Warzen)

    Nicht jeder Höhepunkt lässt sich planen. Diesmal war es eine ausgesprochen dicke Kröte, die zwischen den Zucchini-Reihen auftauchte und deren Camouflage prompt von einigen Menschen bewundert wurde. Solche Momente bekommt erlebt man nur draußen, mit den Händen in der Erde.

    Außerdem gab es eine gute Nachricht am Rande: Dank Fördergeldern aus dem Förderprogramm Aktion Nachhaltige Entwicklung – Lokale Agenda 21 des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz in Brandenburg konnten wir eine neue Kistenkarre anschaffen. Die erleichtert das Schleppen spürbar und war beim Mitmachtag schon fleißig im Einsatz.

    „Auf dem Mitmachtag vom Spörgelhof war eine angenehme freundliche Stimmung. Ich schloss viele neue Bekanntschaften.“

    Mitglied des Spörgelhofs

    Danke — und ihr seid herzlich eingeladen

    Ein solcher Tag lebt von den Menschen, die anpacken. Deshalb geht unser Dank an alle Helfer:innen, an die Nachbar:innen vom Bürgergut Börnicke und an alle, die für Verpflegung und gute Laune sorgten.

    Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, selbst einen Tag rauszufahren, dreckige Hände zu bekommen und nette Leute zu treffen:

    • Der Spörgelhof sucht neue Mitglieder. Schreibt uns einfach eine kurze Mail an einstieg@spoergelhof.de — wir freuen uns auf euch.
    • Der nächste Mitmachtag findet am 16.08.2026 auf dem Spörgelhof statt – inklusive Hofführung
    • Die nächste Küfa in der Lunte in Neukölln ist am Samstag, dem 05.09.2026.
  • Mitmachtag 19.07.26 in Solawi Wandlitz – gemeinsam ackern, brunchen, baden

    Mitmachtag 19.07.26 in Solawi Wandlitz – gemeinsam ackern, brunchen, baden

    Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie euer Gemüse wächst – und wer dahintersteckt?

    UPDATE: Hier seht ihr die Highlights und Fotos vom Mitmachtag am 19.7.2026.

    Am Sonntag, den 19. Juli öffnen wir Feld und Hof für alle in der Solawi bei Wandlitz: gemeinsam gärtnern, ein Mitbring-Brunch für alle und bei schönem Wetter zum Abschluss ein Sprung in den Hellsee.

    Denn die Solawi bei Wandlitz lebt vom Mitmachen: Von 9:30 bis etwa 16:00 Uhr ackern, essen und lachen wir gemeinsam. Ob ihr schon Mitglied seid oder uns erst kennenlernen wollt – ihr seid herzlich willkommen. Vorkenntnisse braucht ihr keine, dafür aber Lust am Gärtnern.

    So läuft der Mitmachtag ab in der Solawi Wandlitz

    Wir starten um 9:30 Uhr auf dem Hof (Wiesenweg 1, 16348 Lanke, siehe Wegbeschreibung) mit einer kurzen Kennenlernrunde. Anschließend geht es gemeinsam aufs Feld, wo Landwirt Diego zeigt, was gerade ansteht. Beim gemeinsamen ackern kommen wir ganz einfach ins Gespräch. Genau das lieben unsere Mitglieder an diesen Tagen.

    Brunch-Buffet und Hellsee: Gemeinschaft schmeckt

    Mittags eröffnen wir unser Mitbring-Buffet: Alle bringen etwas zu essen und zu trinken mit, und daraus entsteht jedes Mal ein Brunch, der reichhaltiger ist als jedes Catering.

    Danach geht es zurück an die Arbeit – oder bei schönem Wetter zum Abschluss an den Hellsee, der gleich um die Ecke liegt. Baden gehört bei uns nämlich genauso dazu wie Jäten.

    Mitmachtag bei unserer Solawi bei Wandlitz: Das bringt ihr mit

    Denkt außerdem an Gartenhandschuhe und Sonnenschutz, falls vorhanden. Dazu euren Beitrag fürs Buffet – und gute Laune. Alles Weitere ist vor Ort. Wer mag, kann danach direkt Mitglied werden und erhält jeden Mittwoch frisches Bio-Gemüse an einer unserer Abholstationen in Berlin und Umgebung.

    Lust bekommen? So wirst du Teil des Spörgelhofs

    Der Mitmachtag ist der einfachste Weg, uns kennenzulernen. Denn hier erlebt ihr, was Solawi bedeutet: Gemeinschaft, frische Luft und richtig gutes Gemüse. Schreibt uns einfach an einstieg@spoergelhof.de – wir freuen uns auf euch!

    Falls euch am 19.07.26 die Zeit fehlt: Alle aktuellen Termine findest du auf unserer Mitmachtage-Seite.

    Gemeinsame Mitmachtage finden in der Regel jeden dritten Sonntag im Monat statt. Die Gärtner:innen freuen sich auch unterhalb der Woche immer auf helfende Hände von Groß und Klein.

    Solltest du vorbeikommen wollen: Bitte kurz anrufen, damit auch jemand vor Ort ist. Denn manchmal erledigen die Gärtner*innen Angelegenheiten außerhalb des Hofes erledigt.

  • Solawi Bernau Hoffest 2026: Tanzen, bis die Wiese wackelt

    Solawi Bernau Hoffest 2026: Tanzen, bis die Wiese wackelt

    Kreistanz unterm Abendhimmel, Saunagänge im Grünen, Siebdruck und Stopptanz – und ein Lagerfeuer, an dem aus Fremden Freund:innen wurden. Das Hoffest unserer Solawi Bernau 2026 war laut, herzlich und viel zu schnell vorbei. Ihr wart nicht dabei? Dann lest, was ihr verpasst habt – und warum ihr nächstes Mal mittendrin sein solltet.

    Einmal im Jahr feiert der Spörgelhof sich selbst – und alle, die ihn möglich machen. Dafür kamen Genossenschaftsmitglieder, Freund:innen und neugierige Erstbesucher:innen am Samstag, dem 4. Juli, auf dem Hof der Solawi Bernau zusammen.

    Von Kaffee und Kuchen bis Kreistanz

    Los ging es am Samstagnachmittag mit Kaffee, Kuchen und einer Kennenlernrunde. Dabei wurde schnell klar: Hier muss niemand lange fremd bleiben. Nun folgten Siebdruck und Linolschnitt in der Kreativwerkstatt, Tischtennis, ein Spaziergang oder oder ein Saunagang mitten im Grünen. Einzelne kühlten sich im See ab. 

    Außerdem gab es einen sportlichen Höhepunkt: das wohl langsamste Wettrennen des Jahres. Beim Langsamradeln gewann, wer als Letztes ins Ziel rollte, ohne umzukippen. Als Belohnung gab es einen Gutschein für Cocktail oder Mocktail. 

    Und wer es lieber rustikal mochte, wagte sich in den „Ringen & Raufen“-Ring zwischen den Bäumen. Anschließend zauberte unser Küfa-Team (Küche für alle) ein Abendessen für die ganze Festgemeinschaft. Danach brachte der Kreistanz mit Live-Musik die Wiese in Bewegung. Auf die offene Bühne folgten Lagerfeuer-Jam, Saunagänge und die legendäre Spörgelhofdisco mit Stopptanz.

    Eine offene & herzliche Gemeinschaft

    Der Sonntag gehörte der Langsamkeit: gemeinsames Frühstück, See, Natur, Seele baumeln lassen. Denn genau diese Mischung ist es, die viele Gäste berührt hat. Eine Besucherin, die den Spörgelhof beim Hoffest zum ersten Mal erlebte, meinte: „Das Hoffest war eine richtig schöne Erfahrung. So offen und herzlich habe ich Gemeinschaft selten erlebt.“

    Solawi Bernau sagt Danke – und bis zum nächsten Hoffest auf dem Spörgelhof

    Ein großes Danke an alle, die organisiert, gebacken, gekocht, geschleppt, musiziert und mitgetanzt haben. Besonderen Dank gilt dem Küfa-Team, dem Orgateam und den Gärtner:innen für das wunderbare Gemüse sowie an Peter Kückens für die tollen Fotos. Nur mit uns allen ist der Spörgelhof und solidarische Landwirtschaft möglich.

    Und wer beim Lesen denkt: „Da will ich auch hin“ – der Spörgelhof sucht neue Mitglieder! Schreibt uns einfach an einstieg@spoergelhof.de. 

    Die nächste Möglichkeit unsere Gemeinschaft kennenzulernen ist am 19.07.2026 auf dem Mitmachtag auf dem Spörgelhof.

    Jeden Mittwoch kommt unser Gemüse in die Abholstationen – auch hier könnt ihr uns treffen.

  • Gemüse, Gemeinschaft: Positive Bewertungen

    So erreicht ihr uns – und wir euch

    Welche Informationskanäle funktionieren in unserer Spörgelhof-Gemeinschaft besonders gut? Die Auswertung unserer Umfrage liefert dazu ein klares Bild und wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung unserer Kommunikation.

    Am häufigsten nutzen die teilnehmenden Mitglieder unsere wöchentlichen E-Mails: 80 Prozent nannten sie als wichtigen Informationskanal. Fast ebenso relevant ist der monatliche Newsletter mit 78 Prozent. Mehr als die Hälfte der Befragten erhält außerdem Informationen über die Messenger-Gruppe der eigenen Abholstation.

    Auch der persönliche Austausch bleibt bedeutsam: Rund 41 Prozent erfahren Neuigkeiten durch Gespräche mit anderen Mitgliedern. Die direkte Kommunikation innerhalb der Gemeinschaft ergänzt unsere digitalen Kanäle damit auf eine Weise, die gut zum Spörgelhof passt.

    Website und Social Media erfüllen eine andere Aufgabe

    Die Umfrage zeigt zugleich, dass unsere Website und unsere Social Media Accounts für die interne Kommunikation derzeit eine geringere Rolle spielen. Facebook wird von den teilnehmenden Mitgliedern kaum genutzt. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Kanäle überflüssig sind: Website und Social Media sind vor allem wichtig, um Menschen außerhalb der bestehenden Gemeinschaft zu erreichen, Einblicke in den Hof zu geben und neue Mitglieder auf den Spörgelhof aufmerksam zu machen.

    Für interne und zeitnahe Informationen bleiben E-Mails, Newsletter und die Gruppen der Abholstationen dagegen besonders wirkungsvoll.

    Besonders gefragt: Mitmachtage und Küfa

    Ein hohes Informationsinteresse besteht an gemeinschaftlichen Terminen und Aktivitäten – insbesondere an Mitmachtagen und der Küfa. Viele Mitglieder möchten frühzeitig erfahren, wann sie auf dem Hof mithelfen, gemeinsam essen oder andere Menschen aus der Spörgelhof-Gemeinschaft treffen können.

    Auch Einblicke in den Hofalltag, Anregungen zur Verwendung des Gemüses und Hinweise auf weitere Veranstaltungen bleiben gefragt. Sie werden künftig weiterhin Teil unserer Kommunikation sein, sollen aber noch gezielter über die jeweils passenden Kanäle ausgespielt werden.

    Die Auswertung der vom Vorstand initiierten Umfrage übernahm Juliane aus der Social-Media-AG.

    Weitere Ergebnisse unserer Umfragen findet ihr hier.

  • FÖJ und Praktikum auf dem Spörgelhof: drei neue Gesichter im Interview

    Dezember 2025 – Marjetta, Anne und Emma sind seit Herbst Teil der Spörgelhofgemeinschaft. Marjetta und Anne machen ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ), Emma absolviert ihr Vorpraktikum für die biologisch-dynamische Ausbildung. Wir haben die drei gefragt, wie es ihnen auf dem Hof geht.

    Warum habt ihr den Spörgelhof ausgewählt?

    Marjetta: Ich habe mich für den Spörgelhof entschieden, da ich mich während meines Abiturs mit dem Konzept der Solawis beschäftigt habe. Als ich den Spörgelhof dann als mögliche FÖJ-Einsatzstelle gefunden habe, war die Entscheidung für mich klar. Ich finde die nachhaltigen Strukturen und das Zusammenleben auf dem Hof sehr inspirierend.

    Anne: Ich habe mich für den Spörgelhof entschieden, weil er eine Solawi-Struktur hat und dort eine Gemeinschaft lebt. Ich finde die Werte und Ziele der Genossenschaft und der Gemeinschaft so relevant und wertvoll und bin sehr begeistert, in einem solchen Projekt zu arbeiten und zu leben.

    Emma: Durch die positive Erfahrung einer Freundin bin ich auf den Spörgelhof gestoßen. Außerdem wollte ich in einer Solawi arbeiten und die Methoden und Praktiken kennenlernen. Nach meinem ersten Probetag war ich total begeistert vom gemeinsamen Hofleben, der Natur und der Arbeitsatmosphäre.

    Was ist eure Lieblingsbeschäftigung auf dem Hof?

    Alle drei: Die Ernte macht uns mit am meisten Spaß – besonders Tomaten, Möhren und Mais. Auch die Bodenbearbeitung wie Hacken und Auflockern sowie kleine handwerkliche Arbeiten machen wir gern. Und wir sind immer motiviert, für die Mitarbeitenden und Bewohner*innen des Spörgelhofs mittags zu kochen.

    Wie findet ihr die Arbeit auf einer Solawi?

    Alle drei: Das Konzept einer Solawi ist total praktisch und sinnvoll. Die Mitglieder kommen durch die Einsatztage in direkten Kontakt mit ihrem Gemüse und den Gärtner*innen. Dieser Austausch ist sehr wertvoll, und wir haben Spaß an den gemeinsamen Aktivitäten wie Hoffesten, Soliparty oder Plena. Zudem finden wir es sinnvoll, dass 100 % des Gemüseertrags an die Mitglieder verteilt werden – so findet keine Lebensmittelverschwendung statt.

    Wollt ihr später etwas mit ökologischer Landwirtschaft machen?

    Marjetta: Ich habe mich für das FÖJ entschieden, ohne den Plan, dauerhaft in der Landwirtschaft zu arbeiten. Ich wollte nach der Schule erstmal etwas anderes machen und eine positive Auswirkung auf die Umwelt haben. Das ist auch für die Zeit nach dem FÖJ der Plan – wahrscheinlich aber nicht in der Landwirtschaft, sondern durch aktivistische und Alltagsentscheidungen. Nach dem FÖJ will ich nach aktuellem Stand Literatur studieren.

    Anne: Ich habe die letzten drei Jahre Architektur studiert und nutze dieses freie ökologische Jahr, um mir über meine zukünftigen Pläne Gedanken zu machen. Ich überlege noch, ob ich weiter Architektur studiere oder mich lieber einem praktischeren Beruf zuwende, der noch stärker mit der Umwelt verbunden ist.

    Emma: Momentan absolviere ich mein Vorpraktikum für die biologisch-dynamische Ausbildung auf dem Spörgelhof. Ich bin motiviert, im Berufsfeld der ökologischen Landwirtschaft aktiv zu sein, mitzuwirken und immer Neues dazuzulernen.


    Auch Lust auf ein FÖJ, Praktikum oder eine Ausbildung auf dem Spörgelhof? Alle Infos findest du unter FÖJ, Praktikum, Ausbildung & Jobs – oder komm zu einem Mitmachtag und lerne den Hof kennen.

  • Der Spörgelhof-Newsletter: Jeden Monat Geschichten vom Acker – jetzt für alle

    Was macht eigentlich eine Ringelnatter-Familie auf dem Kompost? Wie wird ein Abschiedsgeschenk zum Gartenprojekt in Sambia? Und wann ist Kürbisernte? Antworten darauf gibt unser monatlicher Newsletter – seit Mai 2023 verschicken wir ihn an alle Mitglieder der Solawi Spörgelhof. Jetzt öffnen wir ihn für alle, die sich für solidarische Landwirtschaft in Berlin und Brandenburg interessieren. Das Abo-Formular findet ihr weiter unten.

    Update: seit 2026 versenden wir den Newsletter alle 2 Monate.

    Was steht im Solawi-Newsletter?

    Jede Ausgabe nimmt euch mit auf den Hof bei Bernau und in die Gemeinschaft – in festen Rubriken:

    Gärtnerei: Was auf dem Acker passiert – von der Jungpflanzenanzucht über neue FÖJler:innen bis zu tierischen Mitbewohnern. In einer Ausgabe schlüpften Ringelnattern auf dem Kompost, in einer anderen erreichte uns Post aus Sambia: Unser ehemaliger Freiwilligendienstler Cosmas baut dort mit dem Abschiedsgeschenk der Genoss:innen (1.200 Euro!) sein eigenes Gartenprojekt auf.

    Genoss:innenschaft: Neuigkeiten aus Vorstand, Aufsichtsrat und den Arbeitsgruppen – etwa vom Kinoabend mit Küfa im City Kino Wedding, wo nach dem Dokumentarfilm „Ernte teilen“ bei Spörgelhof-Gemüse diskutiert wurde.

    Termine zum Mitmachen: Mitmachtage wie die alljährliche Kürbisernte, die Küfa in Neukölln, Demos und Feste.

    Auf dem Präsentierteller: Menschen und Orte der Gemeinschaft im Porträt – mal eine Abholstation, mal ein Blick hinter die Kulissen, etwa wie sich Betriebsleitung und Vorstand unserer Genossenschaft die Arbeit teilen.

    Für wen ist der Newsletter?

    Für Mitglieder sowieso – aber genauso für alle, die überlegen, Teil unserer Solawi zu werden, oder einfach wissen wollen, wie gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft im Alltag funktioniert. Der Newsletter erscheint einmal im Monat, ist kostenlos und jederzeit abbestellbar.

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    Große Gruppe von Menschen steht im Kreis zur Kennenlernrunde vor dem Backsteinhaus des Spörgelhofs
    Die Kennenlernrunde auf dem Sommerfest: Danach war niemand mehr fremd. Foto: Peter Kückens

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  • Gute Noten für das Spörgelhof-Gemüse

    Anfang des Jahres haben wir eine Mitgliederumfrage gestartet. Wir wollten wissen, wie unser Angebot bewertet wird und wo Verbesserungsbedarf besteht. 61 Personen haben teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass unsere SoLaWi auf einem guten Weg ist. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse:


    Gemüseangebot: Menge und Qualität des Gemüses werden durchgängig positiv bewertet. Hervorgehoben werden Frische, Geschmack und ökologische Qualität. Die beliebtesten Gemüsesorten sind Brokkoli, Bohnen, Tomaten, Kürbis, Pak Choi, Mais und Kräuter. Allerdings ist das Spektrum der Antworten sehr breit – insbesondere bei Sauerkraut und Kimchi. Manche möchten mehr davon, andere weniger. Einigkeit besteht darüber, dass ein breiteres Gemüseangebot im Winter wünschenswert wäre. Die Wünsche zum Gemüse werden von den Gärtner*innen geprüft und – wenn möglich – umgesetzt.


    Gemeinschaftsleben: „Gemeinschaft & Miteinander“ nennen viele in der Umfrage als das Wesentliche der Spörgelhof-Gemeinschaft. Die Arbeit auf dem Feld wird positiv erlebt: „gemeinsam dreckig machen“, „buddeln“…. Hinzu kommt das Naturerlebnis – „raus aus Berlin“, die „frische Luft“, „in der Sonne auf dem Feld“. Die Begegnung mit anderen Mitgliedern – auch neuen – wird als bereichernd empfunden. Das gemeinsame Essen, insbesondere das Mitbringbuffet, wird immer wieder als Höhepunkt genannt. Die Stimmung wird als offen, positiv und ungezwungen erlebt. Zitate wie „die gute Stimmung“, „am gleichen Strang ziehen“, „Frieden, Klarheit“ zeigen das sehr deutlich.


    Abholstationen: Viele Mitglieder loben die Wohnortnähe der Abholstationen und deren Zugänglichkeit – z. B. durch durchgehende Öffnungszeiten. Aussagen wie „immer offen“ oder „jederzeit zugänglich“ zeigen: Flexibilität ist zentral. Zahlreiche Rückmeldungen betonen das soziale Miteinander: „super Leute“, „kooperatives Miteinander“, „viele nette Gespräche“. Auch gemeinsame Aktionen, gegenseitige Hilfe oder Urlaubsvertretungen wurden als verbindend erlebt.

    Weitere Umfrageergebnisse könnt ihr hier lesen.

  • Neue Solawi-Abholstation in Hobrechtsfelde: Frisches Gemüse für Panketal und Berlin-Buch

    Unsere Solawi wächst weiter Richtung Norden: Seit Mai 2025 hat der Spörgelhof eine Abholstation in Hobrechtsfelde (Gemeinde Panketal, direkt an der Grenze zu Berlin-Buch). Damit kommt unser regenerativ angebautes Gemüse jetzt noch näher zu den Menschen im nördlichen Berliner Umland.

    Wie die Abholstation Hobrechtsfelde entstand

    Angestoßen wurde die Idee auf unserem Plenum – umgesetzt haben sie engagierte Bewohner:innen der Wohnungsbaugenossenschaft Bremer Höhe, die in Hobrechtsfelde ein genossenschaftliches Wohnprojekt betreibt. Zwei Genossenschaften, ein Gedanke: gemeinschaftlich organisieren statt allein konsumieren. Die Stationsgemeinschaft startet mit 7,5 Ernteanteilen – und hat Platz für mehr.

    Gemüseabo in Hobrechtsfelde: So funktioniert’s

    Jeden Mittwoch liefern wir frisches, saisonales Gemüse vom Acker bei Lanke an unsere inzwischen zehn Abholstationen in Berlin und Barnim – auch nach Hobrechtsfelde. Als Mitglied unserer Genossenschaft holst du dir dort wöchentlich deinen Ernteanteil ab: ökologisch angebaut, ohne Pestizide und Kunstdünger, zu einem solidarisch festgelegten Monatsbeitrag.

    Du wohnst in Panketal, Zepernick oder Berlin-Buch?

    Dann ist die neue Station vielleicht deine kürzeste Verbindung zu unserem Gemüse.

    Die Stationsgemeinschaft freut sich über Zuwachs: Schreib an einstieg@spoergelhof.de oder lerne uns bei einem Mitmachtag auf dem Spörgelhof kennen – der Acker liegt nur wenige Kilometer entfernt bei Lanke.

  • Vom Einsatztag zum Mitmachtag: mehr als Arbeit auf dem Acker

    Januar 2024 – Unsere monatlichen Hoftage hießen lange „Einsatztage“ – inzwischen heißen sie Mitmachtage. Warum der neue Name viel besser passt, erzählt Anne, Mitglied im Spörgelhof-Vorstand, in ihrem sehr persönlichen Rückblick.

    Ein Einsatztag, der keiner war

    Anfang 2022 wurde ich Mitglied des Spörgelhofs und begann, meine Portion in Kreuzberg abzuholen – erst in der Wartenburgstraße, später in der neuen Station im Möckernkiez. Als ich Mitglied wurde, kannte ich den Hof nur vom Hörensagen, von den Erzählungen meiner Abholstation und natürlich aus dem Internet.

    Der Hofbesuch war keine Pflicht für die Mitgliedschaft, sondern eine starke Empfehlung. Ich erhielt die Einladungen, fuhr zu meinem ersten Einsatztag mit Bahn und Rad und arbeitete auf dem Acker mit – Einsatztag eben. Und ich erlebte, dass dieser Tag für mich viel, viel mehr ist, als nur Arbeit abzuliefern und meine für den Acker und die Pflänzchen ungeübte städtische Muskelkraft zum Einsatz zu bringen.

    Mit jedem neuen Tag, den ich auf dem Hof und dem Acker mit Pflanzen, Menschen, Regen und Sonne verbrachte, fühlte ich mich reich beschenkt. Meine Begeisterung über die Begegnungen und Gespräche mit den anderen Ackernden nahm ich mit nach Hause.

    Vieles geht mit vielen viel einfacher

    Inzwischen gehört auch für meinen Freund der monatliche, sonntägliche Spörgelhofbesuch zu den wichtigen Terminen der Lebensbereicherung: das Erstaunen, mit 30 Menschen mal eben eine Wasserleitung ein Beet weiter zu heben oder ruckzuck die ganze Pflanzlinie von den nicht erwünschten Pflänzchen zu befreien. Wie mühsam ist es doch, Schnecken und Raupen abzusammeln oder in der Hitze das Beikraut um kleine Möhrensprösslinge zu zweit und mit einer unendlich langen Möhren-Reihe vor Augen zu entfernen. Unmengen von Chinakohl zu Kimchi und Kohl zu Sauerkraut zu verarbeiten, geht einfach mit vielen viel einfacher.

    Die Kürbisernte ist ein Highlight, nicht nur für mich: meine Enkelin zu erleben, wie sie jeden Kürbis vorsichtig vom Boden aufhebt und „Schere!“ ruft, falls sich doch noch ein Kürbis unter den Blättern versteckt hat – wie sie am Ende auf dem Anhänger mit den Kürbisbergen zurückfahren darf und anschließend mit viel Freude auf dem Hof spielt, schaukelt und aufs Baumhaus klettert.

    Bei all diesen Arbeiten, beim gemeinsamen Hin- und Zurückfahren, beim Mittagsbuffet mit den verschiedensten Leckereien und beim abschließenden Baden gibt es immer interessante, anregende und überraschende Gespräche mit Menschen, die gute Gründe haben, auch etwas anders machen zu wollen.

    Aus Einsatz wird Mitmachen

    Viel habe ich in der zurückliegenden Zeit erlebt, erfahren, gehört, gefühlt, begriffen, gelernt und geschmeckt. Danke an alle, die mich dazu angeregt haben, aus dem Einsatz einen Mitmachtag zu machen – und an die, die diese Umformulierung unterstützen. Ich freue mich auf weiteres gemeinsames Mitmachen.


    Lust mitzumachen? Alle Termine und Infos zu den Mitmachtagen findest du auf der Seite Mitmachtage. Auch ohne Mitgliedschaft kannst du den Hof so kennenlernen – und danach vielleicht deinen Ernteanteil anfragen.