Mit unserer KÜFA in Berlin, die bereits am Wochenende lief, und unserem Mitmachtag Kürbisernte am Sonntag, dem 20. September 2026, feiern wir den die Solawi-September, also uns selbst als Solawi — und die Ernährungswende. Dafür brauchen wir viele Hände.
Was der Solawi-September ist
Bundesweit öffnen solidarische Landwirtschaften ihre Höfe, kochen, ernten und laden ein. Der Solawi-September ist eine bundesweite Aktion des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft e. V. und findet 2026 zum zweiten Mal statt. Das Motto lautet: „Wir feiern die Ernährungswende.“ Das erstaunliche: während die Zahl der reinen Gemüsebaubetriebe in Deutschland schrumpft, wächst die Zahl der Solawis stetig. Aktuell zählt das Netzwerk rund 600 Betriebe und Gründungsinitiativen.
Im ganzen September laden diese Höfe zu lokalen Aktionen ein. Das reicht von der KÜFA über Kimchi-Workshops bis zum Hofkino am Lagerfeuer. Die Idee: Gemeinsam mit der Landwirtschaft holen wir uns die Handlungsmacht über unser Essen zurück. Am besten versteht man das durch Vorbeikommen.
Teil eins: Die KÜFA in der Lunte
Unser Solawi-September begann am 5. September 2026 in Berlin mit unserer KÜFA — Küche für alle — in der Lunte in Berlin-Neukölln. Gekocht wurde mit dem, was unser Feld gerade hergibt. Anschließend saß man zusammen, aß und redete. Genau so soll es sein.
Vielen Dank an alle, die gekocht, geschleppt, abgewaschen und den Abend zu dem gemacht haben, was er war. Wer dabei war und den Spörgelhof persönlich kennenlernen will: Am 20. September gibt es eine Hofführung und unsere Kürbisernte.
Teil zwei: Der Mitmachtag Kürbisernte am 20. September
Im September gehen Tomaten- und Zucchinipflanzen langsam in die Ruhephase. Dafür rücken auf den Traktorbeeten Rote Bete, Mangold, Sellerie und die Kürbisse nach. Anschließend folgen Winterkohl, Lagerzwiebeln und Lagermöhren. Zuerst allerdings muss der Herbst vom Feld.
Rund drei Tonnen bzw. weit über tausend Kürbisse werden am nächsten Mitmachtag einzeln geerntet, getragen und gelagert. Eine Reihe von Leuten reicht die Kürbisse von Hand weiter, vom Feld bis auf den Anhänger. Danach geht die ganze Ernte in einer einzigen Fuhre zum Lager. Und von dort aus wieder per Menschenkette behutsam zur Lagerung. Wer einmal in so einer Kette gestanden hat, versteht, was „solidarische Landwirtschaft“ bedeutet.
Der Ablauf: von halb zehn bis Feierabend
- 9:30 Uhr: Ankommen auf dem Hof, kurze Kennenlernrunde
- Vormittag: Kürbisernte auf dem Feld — ernten, tragen, stapeln
- Mittags: gemeinsames Essen. Bringt gern eine Kleinigkeit mit, zusammen wird daraus traditionell ein leckeres Mitbringbuffet
- Nachmittags: Hofführung durch die Anbauflächen
- Gegen 16 Uhr: Feierabend, Erde unter den Nägeln, Kopf angenehm leer
Bei gutem Wetter lockt danach außerdem der nahe Hellsee. Der Tag selbst findet allerdings nur bei passendem Wetter statt. Wir sagen bei Änderungen rechtzeitig Bescheid.
Warum Menschen wiederkommen
In unserer Mitgliederumfrage haben wir gefragt, was den Spörgelhof für euch ausmacht. Ganz oben stand nicht das Gemüse, sondern „Gemeinschaft & Miteinander“. Direkt danach kam „gemeinsam dreckig machen“.
Genau das passiert an so einem Tag. Man steht vier Stunden neben Menschen, die man morgens noch nicht kannte. Dann redet man. Und mittags teilt man sich den Kartoffelsalat.
Übrigens: In Berlin wird an diesem Sonntag gewählt. Beides geht trotzdem. Briefwahl beantragen, Kreuz gemacht, Sonntag frei für Kürbisse.
Anmeldung, Anfahrt und ein Dank vorab
Damit wir wissen, ob ausreichend helfende Hände zusammen kommen, bitten wir euch um eine kurze Anmeldung: https://dud-poll.inf.tu-dresden.de/926/. Alternativ genügt eine kurze Mail an einstieg@spoergelhof.de. Ihr findet uns im Wiesenweg 1 in 16348 Wandlitz, rund 30 Kilometer nordöstlich von Berlin, zwischen Wandlitz und Bernau.
Außerdem schon jetzt ein Dank an alle, die sich eintragen, jemanden mitbringen oder am Morgen einfach auf dem Hof stehen. Denn ohne euch bleibt die Ernte auf dem Feld liegen — so einfach ist das.
Und falls ihr schon länger überlegt, ob so eine Solawi etwas für euch wäre: Kommt am 20. September vorbei und schaut es euch an. Ihr könnt uns aber auch einfach schreiben, dann melden wir uns bei euch: einstieg@spoergelhof.de

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