Aktuelles

  • Der Spörgelhof-Newsletter: Jeden Monat Geschichten vom Acker – jetzt für alle

    Was macht eigentlich eine Ringelnatter-Familie auf dem Kompost? Wie wird ein Abschiedsgeschenk zum Gartenprojekt in Sambia? Und wann ist Kürbisernte? Antworten darauf gibt unser monatlicher Newsletter – seit Mai 2023 verschicken wir ihn an alle Mitglieder der Solawi Spörgelhof. Jetzt öffnen wir ihn für alle, die sich für solidarische Landwirtschaft in Berlin und Brandenburg interessieren. Das Abo-Formular findet ihr weiter unten.

    Update: seit 2026 versenden wir den Newsletter alle 2 Monate.

    Was steht im Solawi-Newsletter?

    Jede Ausgabe nimmt euch mit auf den Hof bei Bernau und in die Gemeinschaft – in festen Rubriken:

    Gärtnerei: Was auf dem Acker passiert – von der Jungpflanzenanzucht über neue FÖJler:innen bis zu tierischen Mitbewohnern. In einer Ausgabe schlüpften Ringelnattern auf dem Kompost, in einer anderen erreichte uns Post aus Sambia: Unser ehemaliger Freiwilligendienstler Cosmas baut dort mit dem Abschiedsgeschenk der Genoss:innen (1.200 Euro!) sein eigenes Gartenprojekt auf.

    Genoss:innenschaft: Neuigkeiten aus Vorstand, Aufsichtsrat und den Arbeitsgruppen – etwa vom Kinoabend mit Küfa im City Kino Wedding, wo nach dem Dokumentarfilm „Ernte teilen“ bei Spörgelhof-Gemüse diskutiert wurde.

    Termine zum Mitmachen: Mitmachtage wie die alljährliche Kürbisernte, die Küfa in Neukölln, Demos und Feste.

    Auf dem Präsentierteller: Menschen und Orte der Gemeinschaft im Porträt – mal eine Abholstation, mal ein Blick hinter die Kulissen, etwa wie sich Betriebsleitung und Vorstand unserer Genossenschaft die Arbeit teilen.

    Für wen ist der Newsletter?

    Für Mitglieder sowieso – aber genauso für alle, die überlegen, Teil unserer Solawi zu werden, oder einfach wissen wollen, wie gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft im Alltag funktioniert. Der Newsletter erscheint einmal im Monat, ist kostenlos und jederzeit abbestellbar.

    Jetzt Spörgelhof-Newsletter abonnieren

    Große Gruppe von Menschen steht im Kreis zur Kennenlernrunde vor dem Backsteinhaus des Spörgelhofs
    Die Kennenlernrunde auf dem Sommerfest: Danach war niemand mehr fremd. Foto: Peter Kückens

    Jetzt anmelden für unseren Newsletter, mit tollen Geschichten und Bildern vom Spörgelhof. 

  • Gute Noten für das Spörgelhof-Gemüse

    Anfang des Jahres haben wir eine Mitgliederumfrage gestartet. Wir wollten wissen, wie unser Angebot bewertet wird und wo Verbesserungsbedarf besteht. 61 Personen haben teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass unsere SoLaWi auf einem guten Weg ist. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse:


    Gemüseangebot: Menge und Qualität des Gemüses werden durchgängig positiv bewertet. Hervorgehoben werden Frische, Geschmack und ökologische Qualität. Die beliebtesten Gemüsesorten sind Brokkoli, Bohnen, Tomaten, Kürbis, Pak Choi, Mais und Kräuter. Allerdings ist das Spektrum der Antworten sehr breit – insbesondere bei Sauerkraut und Kimchi. Manche möchten mehr davon, andere weniger. Einigkeit besteht darüber, dass ein breiteres Gemüseangebot im Winter wünschenswert wäre. Die Wünsche zum Gemüse werden von den Gärtner*innen geprüft und – wenn möglich – umgesetzt.


    Gemeinschaftsleben: „Gemeinschaft & Miteinander“ nennen viele in der Umfrage als das Wesentliche der Spörgelhof-Gemeinschaft. Die Arbeit auf dem Feld wird positiv erlebt: „gemeinsam dreckig machen“, „buddeln“…. Hinzu kommt das Naturerlebnis – „raus aus Berlin“, die „frische Luft“, „in der Sonne auf dem Feld“. Die Begegnung mit anderen Mitgliedern – auch neuen – wird als bereichernd empfunden. Das gemeinsame Essen, insbesondere das Mitbringbuffet, wird immer wieder als Höhepunkt genannt. Die Stimmung wird als offen, positiv und ungezwungen erlebt. Zitate wie „die gute Stimmung“, „am gleichen Strang ziehen“, „Frieden, Klarheit“ zeigen das sehr deutlich.


    Abholstationen: Viele Mitglieder loben die Wohnortnähe der Abholstationen und deren Zugänglichkeit – z. B. durch durchgehende Öffnungszeiten. Aussagen wie „immer offen“ oder „jederzeit zugänglich“ zeigen: Flexibilität ist zentral. Zahlreiche Rückmeldungen betonen das soziale Miteinander: „super Leute“, „kooperatives Miteinander“, „viele nette Gespräche“. Auch gemeinsame Aktionen, gegenseitige Hilfe oder Urlaubsvertretungen wurden als verbindend erlebt.

    Weitere Umfrageergebnisse könnt ihr hier lesen.

  • Umsturzgefährdete Pappeln auf dem Weg zum Spörgelhof

    Die Gefahr durch umsturzgefährdete Pappeln besteht weiter.

    Auf dem Wiesenweg, der durch einen Wald zum Spörgelhofführt, befinden sich derzeit elf Pappeln, die von Umsturz bedroht sind und daher eine erhebliche Gefahr darstellen.

    Aus Sicherheitsgründen bitten wir euch, diesen Weg in dem Abschnitt ab sofort nicht mehr zu nutzen – weder zu Fuß noch mit dem Auto. Unten findet ihr eine kleine Grafik zur neuen Route.

    Mittlerweile ist der Weg wieder gefahrenlos passierbar.

  • Mindestlohn in der Landwirtschaft: Was faire Löhne für unsere Solawi bedeuten

    Mindestlohn steigt bis 2027 auf 14,60 Euro

    Vor wenigen Tagen hat die Mindestlohnkommission aus Gewerkschafts- und Arbeitgebervertreter*innen beschlossen, den Mindestlohn in Deutschland in zwei Schritten bis 2027 auf 14,60 Euro anzuheben (ab 2026 gibt es zunächst 13,90 Euro). Während aus Perspektive der Arbeitnehmenden Enttäuschung vorherrscht, dass das Wahlversprechen der SPD von 15 Euro verfehlt wird, klagen Arbeitgebende über den Kostendruck.

    Warum die Landwirtschaft besonders betroffen ist

    Vor allem in der Landwirtschaft fallen die Löhne niedrig aus, um Rentabilität zu garantieren. Entsprechend laut kritisieren Bäuer*innen-Verbände die Anhebung des Mindestlohns und geben die Schuld an die Verbraucher*innen weiter, die nicht bereit seien, mehr Geld für Obst und Gemüse auszugeben.

    Und in der solidarischen Landwirtschaft? Auch wenn wir versuchen, unserem Gemüse kein Preisschild anzuhängen, besteht ein ähnlicher Konflikt: Während wir uns einig sind, unserem Gärtnerei-Team und allen Angestellten einen möglichst hohen Lohn zu zahlen, müssen diese Kosten auch von der Gemeinschaft getragen werden. Dies wirkt sich auf die monatlichen Beiträge und den Richtwert aus, die wiederum eine Entscheidungsgrundlage für Neumitglieder oder Aussteigende sind.

    Faire Löhne als solidarische Aufgabe der Gemeinschaft

    Als Gemeinschaft beweisen wir bereits, dass uns Ernährung und nachhaltige Gemüseproduktion mehr wert ist, als der freie Markt vorgibt. Doch sollten wir weiter darüber reflektieren, wie wir als Genoss*innenschaft wirklich faire Löhne ermöglichen und gleichzeitig Solidarität leben können. Momentan verdienen die Angestellten entweder Mindestlohn oder minimal darüber und auch ohne die unbezahlte Mitarbeit von Freiwilligen würden wir die Arbeit in der Gärtnerei nicht schaffen.

    Lest weiter im Artikel: Was Gärtnern wert ist

  • Es wird Sommer, die Beete füllen sich

    Unser Gärtnerei-Team meldet: „Wir sind sehr froh, dass die kalten Nächte vorbei sind.

    Nachdem der April verhältnismäßig warm war, hat die Kälte im Mai uns schon ein bisschen zu Schaffen gemacht. Aber inzwischen sind alle kälteempfindlichen Kulturen gepflanzt.“ Die Kompostbeete sind bis auf den letzten Zentimeter gefüllt mit unterschiedlichstem Gemüse.

    Sehr viel Arbeit ist in den letzten Wochen in die Pflanzung und die Pflege der Tomaten, Gurken et cetera geflossen. So langsam nehmen auch die Traktorbeete Fahrt auf: Die Kürbisse und Zucchini sind gepflanzt und die Vorbereitungen für die nächsten großen Pflanzungen laufen. Dazu gehört auch die Mulchernte auf der Fläche in der Nähe von Rüdnitz, der auf unseren Feldern eingesetzt wird.

  • Neue Solawi-Abholstation in Hobrechtsfelde: Frisches Gemüse für Panketal und Berlin-Buch

    Unsere Solawi wächst weiter Richtung Norden: Seit Mai 2025 hat der Spörgelhof eine Abholstation in Hobrechtsfelde (Gemeinde Panketal, direkt an der Grenze zu Berlin-Buch). Damit kommt unser regenerativ angebautes Gemüse jetzt noch näher zu den Menschen im nördlichen Berliner Umland.

    Wie die Abholstation Hobrechtsfelde entstand

    Angestoßen wurde die Idee auf unserem Plenum – umgesetzt haben sie engagierte Bewohner:innen der Wohnungsbaugenossenschaft Bremer Höhe, die in Hobrechtsfelde ein genossenschaftliches Wohnprojekt betreibt. Zwei Genossenschaften, ein Gedanke: gemeinschaftlich organisieren statt allein konsumieren. Die Stationsgemeinschaft startet mit 7,5 Ernteanteilen – und hat Platz für mehr.

    Gemüseabo in Hobrechtsfelde: So funktioniert’s

    Jeden Mittwoch liefern wir frisches, saisonales Gemüse vom Acker bei Lanke an unsere inzwischen zehn Abholstationen in Berlin und Barnim – auch nach Hobrechtsfelde. Als Mitglied unserer Genossenschaft holst du dir dort wöchentlich deinen Ernteanteil ab: ökologisch angebaut, ohne Pestizide und Kunstdünger, zu einem solidarisch festgelegten Monatsbeitrag.

    Du wohnst in Panketal, Zepernick oder Berlin-Buch?

    Dann ist die neue Station vielleicht deine kürzeste Verbindung zu unserem Gemüse.

    Die Stationsgemeinschaft freut sich über Zuwachs: Schreib an einstieg@spoergelhof.de oder lerne uns bei einem Mitmachtag auf dem Spörgelhof kennen – der Acker liegt nur wenige Kilometer entfernt bei Lanke.

  • Was Gärtnern wert ist: Löhne und gute Arbeit in der solidarischen Landwirtschaft

    Zwischen Ehrenamt und Lohnarbeit: Arbeiten in einer Solawi

    Eng mit der Frage nach einer gerechteren, zukunftsfähigeren und kreisförmigen Wirtschaft verbunden ist auch die Frage nach der guten Arbeit. In solidarischen Projekten wie unserem bestehen oft besondere Strukturen, in denen sich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverhältnisse überlappen, ehrenamtliches Engagement und Lohnarbeit ineinander übergehen und zum Beispiel Wohnen, Leben und Arbeiten am selben Ort stattfinden. Das bringt sowohl Chancen als auch Hürden mit sich. Die Arbeitsbedingungen in kleineren Genoss*innenschaften, die zudem solidarisch agieren wollen, sind nicht immer so ideal, wie wir gern hätten. 

    Gute Arbeit als Grundelement solidarischer Landwirtschaft

    Dabei sollte gute Arbeit – ein Lohn, von dem man (auch mit Familie) sicher leben und eine Altersvorsorge abschließen kann, sowie verlässlich begrenzte Arbeitszeiten – als Grundelement der Solawi begriffen werden. Hier treffen sich stets die Perspektiven von Arbeitnehmerinnen („Wir müssen uns das Leben leisten können“) mit den von Arbeitgeberinnen („Wir müssen uns die Löhne leisten können“). 

    Was verdienen Gärtner:innen? Die Zahlen aus dem Entgeltatlas

    Aber was sind die konkreten Zahlen? Im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit lässt sich das Gehalt von Gärtner*innen in der Landwirtschaft einsehen. Es liegt im Durchschnitt bei 3.083 Euro im Monat, vollbeschäftigt, mit einer Gender-Paygap von 118 Euro zum Nachteil weiblicher Beschäftigter. In Berlin liegt der Monatsdurchschnitt bei 2.826 Euro. (Stand: Entgeltatlas 2025)

    Wie sich die Mindestlohn-Erhöhung auf unsere Solawi auswirkt, lest ihr hier: Mindestlohn in der Landwirtschaft: Was faire Löhne für unsere Solawi bedeuten

  • Fördermittel für die Solawi

    EU-Projekt GrAinS unterstützt den Spörgelhof mit Nachhaltigkeitsberatung

    Gute Nachrichten aus der Fördermittel-Welt: Nach den sehr guten Erfahrungen mit Anträgen beim Landwirtschaftsministerium Brandenburg (MLUK) haben wir im Dezember kurzfristig zwei weitere Förderanträge gestellt – mit positiver Rückmeldung.

    Was bisher gefördert wurde: Brunnen und Abholstationen

    Mit den Mitteln des MLUK finanzieren wir einen Teil unseres Brunnens und konnten unsere Abholstationen in Berlin und Barnim besser ausstatten. Für eine Genossenschaft unserer Größe sind solche Förderungen ein wichtiger Hebel: Sie ermöglichen Investitionen, ohne die solidarisch aufgebrachten Mitgliedsbeiträge zu belasten.

    Neu: Beratung aus dem EU-Projekt GrAinS

    Jetzt erhalten wir zusätzlich Geld für Beratungsleistungen aus dem EU-Projekt GrAinS – Greening Agrifood in Social Economy. Das Projekt unterstützt landwirtschaftliche Unternehmen der Sozialwirtschaft dabei, ihre Betriebe nachhaltiger aufzustellen. Bis Ende April 2025 soll die Beratung abgeschlossen sein.

    Wer berät uns? Die innova eG

    Die Berater:innen kommen von der innova eG, einer Beratungs-, Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft für genossenschaftliche Lösungen. Sie bringen Erfahrungen aus Solawi-Betrieben und gemeinschaftsgetragenen Projekten mit – kennen also genau die Mischung aus solidarischer Ökonomie und praktischer Landwirtschaft, die den Spörgelhof ausmacht.

  • Spörgelhof schreibt schwarze Zahlen

    Der Spörgelhof fährt nicht nur auf dem Feld, sondern auch finanziell eine gute Ernte ein. Auf der Mitgliederversammlung der Genossenschaft am 18.11.2023 berichteten Vorstand und Aufsichtsrat, dass nach den erwarteten Anfangsverlusten 2021 und 2022 im Geschäftsjahr 2023 erstmals ein Überschuss von 6.220,59 € verbucht werden konnte.

    Bereits im Jahr 2025 soll daher mit der Rückzahlung der zinslosen Darlehen begonnen werden, die 2022 aufgenommen wurden, um wichtige Investitionen in Maschinen und Infrastruktur zu finanzieren.